BO Wien-Novelle – Vorschläge

Die Bauordnung für Wien soll novelliert werden: Im Auftrag und gemeinsam mit der Radlobby Wien haben wir Vorschläge erarbeitet, um Radfahren im Alltag zu unterstützen: Radparken ist davon ein wichtiger Aspekt.

In Wien gibt es 1,2 Millionen Fahrräder, laut Statistik Austria. Rein rechnerisch besitzen damit mehr als 60 Prozent der Menschen die in Wien leben ein Fahrrad. Derzeit gibt es auf öffentlichen Straßen und Plätzen jedoch nur circa 57.000 Radparkplätze, so die Zahlen der MA46, der Abteilung für Verkehrsorganisation der Stadt Wien. Das heißt für 21 Fahrräder steht je nur ein einziger öffentlicher Radparkplatz parat. Daher sind nicht-öffentliche Radparkplätze immens wichtig. 

Wie unterstützen Gesetze und Regelungen Radmobilität im Alltag, insbesondere Radparken? Anlässlich der bevorstehenden Wiener Bauordnung Novelle haben wir diese geprüft. Und, Vorschläge erarbeitet, durch die Radparken – im Gebäude, im Freien auf Privatgrund und im auf öffentlichen Straßen und Plätzen – gefördert wird.

Die Vorschläge sind in zwei Kapitel gegliedert: Qualität & Quantität, sowie Qualitätssicherung & Kontrolle – letzteres schließt dabei den Betrieb, also die Nutzung, mit ein.

Auswahl der Vorschläge

Qualität & Quantität

  • Bügel und Doppelparker zulässig; Hängeparker unzulässig
  • Maße für Radparkplätze vorgeben
  • Radparkplätze mit Anlehn- oder Einstellbügeln ausstatten
  • Zufahrt über Rampe mit maximaler Neigung von 10% festsetzen; alternativ: Aufzug mit lichter Kabinenlänge von mindestens 2,10 m

Qualitätssicherung & Kontrolle

  • Fertigstellungsanzeige nur bei errichteten Radparkplätzen inkl. Ausstattung zulässig
  • Mietzinsreduktion bei fehlenden oder mangelhaften Radparkplätzen
  • Aufnahme von Radparkplätzen ins Nutzwertgutachten

Rolle im Projekt

Beratung und Begleitung der Radlobby Wien, gemeinsame Erarbeitung erforderlicher Maßnahmen.


Meine Beiträge zu Radparken

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