Storytelling & Framing

Sprache kann verbinden und inspirieren, wenn sie inklusiv und lebendig eingesetzt wird. Und, wenn Geschichten erzählt werden, wenn Emotionen vermittelt und erzeugt werden – statt nur Fakten aneinander zu reihen.

Menschen haben seit jeher Informationen über das »Geschichten erzählen« weitergegeben: Fakten eingebettet in Anekdoten und bildhafte Sprache bleiben im Kopf hängen – weil sie gehirngerecht dargeboten werden. Denn das spricht unsere analytischen und emotionalen Denkprozesse zugleich an.

So ist auch das »Strategische Ernten mit Geschichten« ein zentrales Format von »Art of Hosting«.

Aus welcher Perspektive erzähle ich?

„Wir öffnen die Zollergasse für Euch. Kommt raus zu einem lebhaften, inspirierenden Tag. Einem Tag, an dem wir gemeinsam ausprobieren, wie Straßen sich als lebendige Räume anfühlen. … “

Auszug aus dem Programm #Kommraus Forum Öffentlicher Raum

So öffneten wir 2019 beim #kommraus Forum Öffentlicher Raum mehrere Straßen: Wir haben die Menschen eingeladen und die Autos zeitweilig ausgesperrt. Damit haben wir auch eingeladen die Perspektive zu wechseln. Heute wird »Straße öffnen« immer mehr verwendet.

Ein weiteres Beispiel für unterschiedliche Perspektiven im Straßenverkehr ist »Temposchutz« und »Tempolimit«: Menschen, die zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sind, sind besser geschützt, wenn die Menschen mit Autos und Lkws langsamer fahren. Die Auto- und Lkw-Fahrer:innen werden eingeschränkt, limitiert langsam zu fahren. Die Fußgänger:innen und Radfahrer:innen hingegen mehr geschützt.

Die Begriffswahl entscheidet, welche Perspektive eingenommen wird: in welchem Licht oder in welchem Rahmen die Fakten betrachtet werden – wie wir sie »framen«.

Unter »Sprachbilder« sind einige Ideen und Bilder zu Perspektiven zu finden.

„Unsere Philosophie und Haltung zu vermitteln, ohne sie in den Fokus zu stellen, das ist einer der Aspekte, der uns bei den Beiträgen zu unserer Geschichte »10 Jahre Schulterblick« besonders gefällt – wie auch der gemeinsame Prozess!“

sagt der Vorstand von Schulterblick – Die Radfahrschule

Seit 20 Jahren schreibe ich über das woran ich arbeite, wofür ich mich engagiere oder was mir im Alltag widerfährt. Über Workshops und das Weiterbilden habe ich mir viele Prinzipien des Handwerks Schreiben angeeignet.

Seit Jänner 2017 bin ich Mitglied bei Toastmaster International und habe im Oktober 2018 mit zehn erfolgreichen Redeprojekten den »Competent Communicator« Status erworben.

Referenzen

2021 | 10 Jahre Schulterblick | für Schulterblick – Die Radfahrschule
Heuer feiert »Schulterblick – Die Radfahrschule« 10-jähriges Jubiläum. Ich durfte mit und für sie ihre Geschichte aufschreiben. …mehr erfahren

2021 | Ich gebe, damit es mir gut geht! | für Munus Stiftung
Karl möchte zu Lebzeiten alles ordnen und hat der Munus Stiftung eine Wohnung gestiftet. Damit möchte er auch andere zum Nachahmen anregen. …mehr erfahren

2021 | Solidarisch genießen – Vorwort Kochbuch | für Gela Ochsenherz
Als ich mein erstes Kistl nach Hause getragen hatte, breitete ich das Gemüse am Küchentisch aus. Ich war begeistert von der Menge und nahm den Kistlzettl und ordnete das Gemüse zu, ich kam nicht allzu weit. …mehr erfahren

2020 | Forumtheater – Gemeinschaft braucht Dialog und positive Erlebnissefür IBA_Wien, Stadt Wien
Alle sitzen im Publikum mit mehr als einem Meter Abstand und warten gespannt. Es ist kurz nach fünf an einem Montagabend im September 2020. Gleich geht es los. …mehr erfahren

2020 | Am Radweg: Erst der Körper, jetzt die Würde | der Freitag
Sexuelle Belästigung: Ich wollte nie wieder in Wien Radfahren – eine Anzeige und ein Artikel waren damals meine Therapie! Nun stehe ich wieder vor der Polizei. …mehr erfahren

2019 | Munus – unser gemeinsamer Weg | für Munus Stiftung
Wie es dazu kam, dass aus der Mitte der Zivilgesellschaft die erste gemeinnützige Bundesstiftung für Land in Österreich gegründet wurde. …mehr erfahren

2019 | Storys #kommraus Forum Öffentlicher Raum | für die Stadt Wien
> Kommt raus und entdeckt Eure Stadt! Wien hat sich verändert. Es gibt immer mehr Straßen und Plätze, die für die Menschen von Autos freigespielt werden oder an denen wir uns nun auf Augenhöhe begegnen. …mehr erfahren
> Wien ist vielfältig Jeder Bezirk ist anders. Die Straßen und Plätze und die Art, wie die Menschen sie nutzen, sind anders. …mehr erfahren
> Wir wollen frei sein – Mädchen fühlen sich sicher! Mädchen wollen Nischen – Rückzugsorte –, die sie einladen zum Verweilen und zum Austauschen mit anderen Mädchen. …mehr erfahren
> Wir alle tun es – weil wir müssen! Wenn es saubere öffentliche Toiletten gibt, dann bleiben wir länger draußen. Doch es gibt mehr Angebote für Männer sich zu erleichtern. …mehr erfahren
> Zusammen sein, zusammen leben, zusammen üben! Wir setzen Konflikte im öffentlichen Raum mit Interessierten szenisch um und verhandeln Lösungen, gemeinsam mit unserem Publikum. …mehr erfahren

2018 | Raumteiler – verbindet Menschen und belebt Stadtteile | zur Leerstandskonferenz für imGrätzl.at
Anna hat sich getraut und für ihren Traum ein leerstehendes Geschäftslokal angemietet, weil sie schon immer etwas Soziales machen wollte. Außerdem wollte sie ihren Mann aus der Wohnung haben. … Anna stellt das Lokal auch anderen Menschen, die im Grätzl aktiv sind, zur Verfügung und gibt damit der Community im Stadtteil Raum für Austausch und Vernetzung. …mehr erfahren

2018 | Eröffnungsrede – Auftakt weitere Entwicklung am Nordbahnhof | für die Bürger:innengruppe Lebenswerter Nordbahnhof
Sie. Sie. Sie alle tragen Verantwortung! Verantwortung für unsere Lebensqualität, für unsere Zufriedenheit. Sie planen, entscheiden, genehmigen und bauen. Unser Alltagsumfeld, unseren Lebensraum. …mehr erfahren

2017 | Sozial verträgliche Bodennutzung – weit mehr als leistbarer Wohnraum | für IBA Talks, Beitrag zur IBA_Wien 2022
Sozial verträgliche Bodennutzung braucht Vielfalt in Mechanismen und Struktur. Nur so kann eine vielfältige Nutzung und damit einhergehend auch Teilhabe für viele Menschen gesichert werden. …mehr erfahren

2015 | Wie Taxis nachhaltige Mobilität gefährden | der Standard Das Verkehrsklima scheint sich dem Wetter anzupassen und wird rauer – zumindest zwischen Radfahrern und Taxilenkern. Zwei Beispiele aus dem Alltag einer Radfahrerin. …mehr erfahren